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Vom Klimawandel zur nachhaltigen Energieversorgung

August 4, 2008

Artikel für das Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz.

 

Josef Streißelberger,

Beratung & Management – Nachhaltige Systeme, 3261 Steinakirchen am Forst

WEB: www.streisselberger.at E-Mail: josef@streisselberger.at

 

 

Klimawandel –  Was ist zu tun?  Fragen und Aspekte einer zukünftigen Energieversorgung im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung - Kommentare über  Aktionen oder Reaktionen

 

 

Die grundsätzliche Ursache für den Anstieg des CO2 Gehalts der Erdatmosphäre und damit auch der Ursache für Klimaveränderung wird, nun mehr nicht nur seit Bali wenig bestritten, dem massivem Verbrauch fossiler Energieträger zugeschrieben und die Menschheit der Verursacher ist. Die Entwicklung dieses Bedarfes hat sich seit der industriellen Revolution (beginnendes 19. Jahrhundert) drastisch erhöht (siehe Abbildung 1) und die Menschheit war oder ist im Hinblick auf die Schaffung, Erhaltung oder Verbesserung unseres Wohlstandes durch verschiedenste Faktoren angetrieben, so zu handeln.

 

Was wir dabei machen, ist unter Anwendung einer gewissen Logik nichts anderes, als dass wir die Bedingungen der Ur- Atmosphäre, die vor Millionen von Jahren bei der Bildung der gigantischen fossilen Vorräte geherrscht haben muss, wieder herstellen,  also u.a.  einen erhöhten CO2 – Gehalt der Atmosphäre,  der es damals der Flora und Fauna möglich machte, diese Fotosyntheseleistung zur Bindung von großen Mengen Kohlenstoffs aus der Atmosphäre, unter Ausnutzung der Sonnenenergie zu erreichen. Und somit nachwachsende Rohstoffe in die Erdkruste einzulagern, die erdgeschichtlich diese Lebensbedingungen für den Menschen in der jetzigen Form nachhaltig schafften - also im Wesentlichen die klimatischen Verhältnisse, die wir „gewohnt“ sind.

 

 Abbildung 1 – Entwicklung des Energie Umstieges von erneuerbarer auf fossile Energie

 

Wollen wir die Atmosphäre in dieser Form erhalten? Oder müssen wir mit den veränderten klimatischen Bedingungen künftig leben – wenn es für Veränderungen nicht schon zu spät ist? Wollen wir uns an die Erfordernisse eines Klimaschutzes durch Änderungen unseres Lebensstiles und Verbraucherverhaltens oder müssen wir uns an die veränderten klimatischen Bedingungen auf diesem Planeten anpassen?

 

Der Energieverbrauch für Raumwärme, Elektrizität und Mobilität ist abhängig von objektiven physikalischen Größen (Spezifikationen und technologischen Standards bzw. dem Fortschritt) der einzelnen Nutzungsobjekte oder -anlagen (Haus, Wohnung, Elektrogeräte, Fahrzeuge, Betriebsstätten) und deren Kennzahlen für thermische Effizienz, Wirkungsgrad und Ausstattung aber auch von subjektiven Bedürfnissen, die individuell von den einzelnen Nutzern gestaltet und festgelegt werden. Dazu zählen Nutzerverhalten aber auch Denken, Image (emotionaler Faktor) und soziale Einstellung. Die daraus für den Energieverbrauch abzuleitenden Ansatzpunkte sind somit auch die, vom Hersteller oder Erzeuger vorbestimmten Eigenschaften, die mit dem Erwerb automatisch an den Nutzer übergehen und somit auch vom Kaufverhalten des Konsumenten mit bestimmt werden. Die Argumentation, das der Kunde den Bedarf bestimmt, ist somit grundsätzlich richtig.  Jedoch wird Nachfrage durch Marketingmaßnahmen generiert und somit auch in gewisser Weise der Energiebedarf damit ebenso „erzeugt“ bzw. mitverkauft.

 

Das Kaufverhalten hat somit im Denken des Konsumenten und der Einflussfaktoren entsprechenden Ursprung. Mit dem Bewusstsein des Käufers wird also der Energiebedarf wesentlich mitbestimmt. Der Umstieg im Energieverbrauch auf energiebewusste Produktauswahl und verbrauchsminimierendes Verhalten, sowie auch Energieträgerauswahl wird durch bewusste Konsumenten mit entsprechenden Kenntnissen über Möglichkeiten und Zusammenhänge in diesem Bereich klar beeinflusst. Zunehmendes Energiebewusstsein ist eine wesentlicher Baustein des Energie Umstiegs.  Information über energiesparende Technologien und Produkte und natürliche oder künstliche Anreize für eine Nutzung bzw. einen Umstieg auf derartige energieeffiziente Produkte oder Dienstleistungen sind die Voraussetzungen. Mit Preisvorteilen durch Steuerungen oder Förderungen sind Zeiträume für Umstiegszenarien zu verkürzen, wirtschaftlich zu verbessern bzw.  zu intensivieren.

 

 

Wie kann eine künftige Energieversorgung  aussehen? Welches System als Alternative?

 

Mit dem rasanten Anstieg der Rohölpreise auf den Welt-Energiemärkten ist der Stein ins Rollen gekommen. Die Benzin-, Diesel-, Heizöl- und letztlich auch die Gaspreise sind entsprechend den Rohstoffpreisen angepasst worden oder durch Preisgleitklauseln auf Basis des Erdölpreises „mitgeschwommen“.  Die allgemeine Diskussion und Medienberichte lassen erkennen, dass der Zwang zu Alternativen unweigerlich eingeleitet ist und die Zeit des „billigen“ Erdöls vorbei ist. Der Erdöl-Tycoon Charles Koch sagte entsprechend Berichten einer österr.  Tageszeitung „Die beste Kur gegen teures Öl ist teures Öl“ und hofft damit, dass Investitionen in die Ölproduktion die Preise wieder sinken lassen und - die Menschheit weiterhin am Tropf der Ölmultis hängt.  Auch Kommentare, wie „Die richtige Alternative zu Erdöl ist noch nicht gefunden“ zeigen, dass auf die „große“ Alternative zu Öl gewartet wird.  Die Wasserstofftechnologie wird dabei immer wieder in den Mund genommen.

 

Die echte Alternative zu fossilen Energieträgern ist ein multifunktionales Energiesystem auf Basis direkter oder indirekter Nutzung der Sonnenenergie als permanentes Energieeinkommen. Dazu zählen dezentral verfügbare erneuerbare Energieträger und Technologien, wie Biomasse, Biogas, Pflanzenöl sowie Wind-, Wasserkraft und Solarkollektoren, die kleinräumig genutzt werden.

 

Eine energiewirtschaftliche Kurskorrektur ist nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus wirtschaftlichen und vor allem aus Kostengründen notwendig.
Was die Sonne an Energie zur Erde schickt, ist ein Vielfaches dessen, was die Menschen weltweit verbrauchen.  Als Vergleich kann die derzeitige Form des fossilen Energieverbrauches mit der Plünderung eines Sparbuches gesehen werden. Von diesem wird immer nur abgebucht, während die laufenden Erträge von der Sonne und aus dem jährlichen Energiezuwachs in der Natur zum Großteil ungenutzt bleiben.  Aus diesem Grund ist die direkte und indirekte Sonnenenergienutzung, die derzeit auf den voll liberalisierten freien Märkten einen schweren Stand hat, noch zu forcieren. Der Zwang zur solaren Energieproduktion werde in Zukunft noch stärker zur Geltung kommen müssen.

Auch bei mittelfristig sich einpendelnden Preisen bleibt zu hoffen, dass die derzeitige Energiemarktsituation in eine zügige Umsetzung von Energie-Alternativen durch Maßnahmen in Forschung & Entwicklung und somit Technologieverfügbarkeit führt und nicht nur, aber hoffentlich auch, die Verantwortlichen die „Zeichen der Zeit“ erkannt haben.

 

Die Wasserstofftechnologie, die als „große“ Alternative im Raum steht, ist eine Technik, die Energie speichert. Wasserstoff ist ein Energieträger, der bei der Elektrolyse, der „Spaltung“ von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff über Strom aus Fotovoltaik (also direkter Sonnenenergienutzung) entsteht. Entsprechende Technologien für Erzeugung und Speicherung des Wasserstoffes in einem Wasserstoff Energiesystem müssen noch entwickelt und eingeführt werden.

 

Einen relativ kritischen Standpunkt gegenüber den angesprochenen Systemen vertritt Greenpeace. "Wasserstoffmotoren-Konzepte sind wegen Transport-, Speicher- und Sicherheitsproblemen bis auf weiteres nicht praktikabel. Der energetische Gesamtwirkungsgrad der Kette von der Wasserstoff-Erzeugung bis zur Nutzung im Fahrzeug ist bei der gegenwärtigen Infrastruktur sehr schlecht. Eine mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle allerdings würde eine energetisch und emissionsseitig sehr günstige (ferne) Zukunftsoption darstellen. Greenpeace hofft, dass hier schnell Fortschritte erzielt werden." [Worm, 1996] [1]

 

 

Wer gibt nun oder soll den Anstoß für die Entwicklung und Nutzung von energieeffizienten Produkten oder Dienstleistungen geben?

 

Meinungen und politische Diskussion

 

Liest man sich zum Thema Klimawandel und Energieversorgung durch die täglichen und wöchentlichen Kolumnen der diversen Tages-, Wirtschafts- und Fachmedien durch, so sind verschiedenste Pole und Meinungen herauszulesen.

 

Kürzlich berichtete der ehemalige Agrarkommissar Franz Fischler in einem Bericht im Standard vom 30. Dezember 2007,  dass 83% der in  21 Länder befragten 22.000 Menschen zu 75% bereit wären, ihren Lebensstil zu ändern und 75% würden höhere Steuern auf fossile Energieträger in Kauf nehmen. Fischler appelliert an die Konsumenten, beim Obst- und Gemüseeinkauf auf Herkunft und Transportstrecken Erfordernis zu achten, sowie beim Investieren in Fonds auf Nachhaltigkeitskriterien zu schauen.  Die Verantwortung für die Zukunft sei zwar nicht nur dem Einzelnen umzuhängen, weil politisch zu wenig geschieht, sondern es sind auch die Verantwortungsträger gefragt, entsprechende tragfähige Lösungen zu produzieren. Dazu wird angeführt, dass Klimaschutzmaßnahmen, ein Ökostromgesetz und entsprechende steuerliche Maßnahmen zu einem gesamten stimmigen Programm führen sollen.

 

Sind nicht derartige Forderungen und Appelle in diversen Programmen, beispielsweise dem Klimabündnisabkommen, seit Jahrezehnten identisch?

 

In der Zeitung der Wirtschaftskammer vom 21.9.2007 fordert die Präsidentin der WK-NÖ:   “ Müssen heute und Jetzt handeln! Erderwärmung und Naturkatastrophen – Ist der Klimawandel bereits Realität?“  Der Appell der Präsidentin:  „ Wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern eine lebenswerte Umwelt hinterlassen möchten, müssen wir mit alten Gewohnheiten brechen und umdenken. Ich bin bereit, mit der WK und ihren Mitgliedern diese Herausforderung anzunehmen. Wir müssen Handeln jetzt und Heute.“

 

Also ich kann das nur mit einem „Bravo“ kommentieren.  Nur - wie handeln?

 

In einem Bericht der NÖ-Wirtschaft vom 23.11. 2007 wird berichtet, dass die Wirtschaftskammer Österreich einen Masterplan für Energie und Klimapolitik bis 2020 fordert.  Präsident Leitl:  „Geld in Energiemaßnahmen und den verstärkten Einsatz  erneuerbarer Energie investieren!“ Um der hohen Abhängigkeit von den hohen Energieimporten, den steigenden Energiepreisen und auch steigenden Strafen für CO2 Emissionen entgegen zu können, fordert Leitl für Österreich einen energie- und klimapolitischen Masterplan bis 2020.  Dieser sollte zu zwei Drittel auf Energiesparen und Energieeffizienz und zu einem Drittel auf verstärkten Einsatz erneuerbarer Energie setzen. So könnten die bis auf € 3 Milliarden ansteigenden Strafzahlungen im Rahmen der Kyoto Verpflichtungen für Österreich  auf rund 750  Millionen reduziert werden, ist Leitl überzeugt.

 

Mit dem Masterplan soll Österreich seine Importabhängigkeit von ausländischer Energie von derzeit 72% auf 60% verringern. Die Öl und Gas Importe sollen bis 2020  um ein Sechstel reduziert und der Energieverbrauch vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt werden, so die Ziele der WK-Ö.

 

Ich habe im September 2007 bei einer österreichischen wissenschaftlichen Tagung den Präsidenten der Landwirtschaftskammer NÖ auf einen derartigen Masterplan für einen Energie Umstieg angesprochen.  Die Antwort bezog sich nicht auf die Idee, sondern auf das Wort „Plan“ und mir wurde ein freundlicher unmissverständlicher Hinweis gegeben, dass derartige Pläne möglicherweise von politisch Linksdenkenden freudig aufgenommen werde und im Bereich einer freien Marktwirtschaft die Marktkräfte das regeln.

 

Ich finde, dass wir in Österreich eine grundsätzliche Diskussion brauchen, wo alle Ideen und Möglichkeiten auf einer sachlichen Ebene zu erörtern sind.  Dazu müssen wir uns aber auf Kommunikationsebenen begeben, wo Ideen und Anregungen aus der Perspektive gesehen werden, die eine Loslösung von eingefahrenen Pfaden und Denkweisen zulassen.

 

Im Bereich des Ökostromgesetzes wird kritisiert, dass derzeit keine Rechtsicherheit gegeben ist, sowie das Gesetz haltbarer werden soll bzw. energieintensive Betriebe entsprechende Deckelungen genießen sollen.

 

Ban Ki-Moon ist ein südkoreanischer Diplomat und seit 1. Jänner 2007 Generalsekretär der Vereinten Nationen und berichtet in „Die Presse“ vom 4. Dezember 2007 zum Thema Klimawandel:  „Wir können etwas unternehmen! Wir haben gelesen, was die Wissenschaft uns sagt: die globale Erwärmung findet tatsächlich statt, und die Menschen gehören zu ihren Hauptverursachern. Wir haben die Warnungen gehört:  Wenn wir nicht jetzt handeln,  kommen ernste Konsequenzen auf uns. Was in der Debatte weitgehend untergeht, sind die guten Nachrichten:  wir können etwas Unternehmen – und es ist leichter und wird mit weitaus geringeren Kosten verbunden sein, als es sich die meisten von uns vorstellen.  Wir müssen einen Durchbruch erzielen.“ Ban Ki-Moon führt an, dass es im Bereich des Klimawandels ein Übereinkommen aller Nationen geben muss, die eine Agenda mit einem Etappenplan für eine bessere Zukunft bringt. In dieser Übereinkunft soll eine Emission von Treibhausgasen gesteuert oder ein Internationales System für den Emissionshandel geschaffen werden, Mechanismen zur Verhinderung der Entwaldung eingerichtet werden, die für 20% der CO2 Emissionen verantwortlich ist. Oder die Unterstützung der weniger entwickelten Länder bei der Anpassung der unvermeidlichen Auswirkungen der Erderwärmung, Forcierung der Energieeinsparung und erneuerbarer Brennstoffe und Biomasse sowie Transfer neuer grüner Technologien in alle Länder vereinbart werden. Er sieht eine Variation all dieser Varianten und vieler weiterer Ansätze. Wesentlich ist, dass die Breite und Komplexität dieser Fragen und Festlegungen eines nicht bringen darf, Zeit, wertvolle Zeit zu verlieren.  Ban Ki-Moon sieht in der Transformation in eine umweltfreundliche Weltwirtschaft, dass eine  Wachstums- und Entwicklungsstimulation erfolgt und die Wirtschaft nicht gehemmt wird.

 

In vergangen Jahrhundert fanden wesentliche wirtschaftliche Transformationsprozesse statt:   

1. Die industrielle Revolution mit einem massiven Anstieg des Energieverbrauchs sowie der entsprechenden Reduktion des Anteils erneuerbarer nachwachsender Energien.  

2. Die technische Revolution mit der Energieintensivierung und dem Hang zu Komfort und Bequemlichkeit und schließlich

3. das moderne Zeitalter der Globalisierung in dem wir uns gegenwärtig befinden.

Ban Ki-Moon sieht einen derzeitigen Umbruch in ein Zeitalter der grünen Wirtschaft.

 

Im Bereich der Vorreiter und Beispielgeber ist Brasilien anzuführen die bereits 44% des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien deckt. Weltweit liegt der Durchschnitt bei 13%, Europa ist bei 6,1% im unteren Bereich. Im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Schwelländer wie China ist festzuhalten, dass China die Vereinigten Staaten im Bereich der Emittenten von Treibhausgasen überholen wird. Im Bereich der weiteren Entwicklung einer entsprechenden Reduktion der Treibhausgasemissionen ist in Europa eine Selbstverpflichtung von 20% bis 2020 vorgesehen.  Auch China hat in ihrem Programm eine Senkung des Energieverbrauchs pro Einheit des BIP von 20% über die kommenden  5 Jahre geplant.

 

Entsprechend dem BIP der EU muss das Wachstum nicht leiden. In Deutschland wird prognostiziert, dass Ende des nächsten Jahrzehnts mehr Menschen in der Umwelttechnologie als in der Automobiltechnologie beschäftigt sein werden.  Wesentlich ist, dass Unternehmen heute schon entsprechende klare staatliche Politik im Bezug auf Klimawandel, ob in Form von Vorschriften, Emissionsbeschränkungen oder Richtlinien für Energieeffizienz fordern. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Unternehmen brauchen für ihre Tätigkeit Spielregeln. Und diese müssen auf längere Frist kalkulierbar sein. Bei deren Festlegung behilflich zu sein, ist eine große Rolle. Für  die Vereinten Nationen wäre diese Rolle prädestiniert, kommentiert Ban Ki-Moon.

 

Wesentlich ist die Aufgabe nach der Klimakonferenz von Bali entsprechende globale Transformationsprozesse zu gestalten und der grünen Wirtschaftsentwicklung die Tore zu öffnen. Was fehlt ist ein globaler Rahmen. Die Wissenschaft hat ihre Arbeit getan. Jetzt sind die Politiker an der Reihe. In Bali wird ihre Führungsstärke auf den Prüfstand gestellt. Worauf warten wir noch?“ kommentiert Ban Ki-Moon als höchster Vertreter der UNO.

 

Die Kohlendioxidemissionen betragen 2005 für USA  5,8 ; EU3,9 ; China 5,1 ;  Indien 1,1 Mrd. Tonnen. Bei Schätzungen bis 2030 werden sich die Kohlendioxid Emissionen im Bereich USA bei 6,8;  EU 4,0; China 11,4 und Indien 3,3 Mrd. Tonnen bewegen. In Bali gab es die regierende  Ansicht im Hinblick auf Emissionsreduktionsziele,  wo im speziellen die Entwicklungsländer nicht zu Emissionsreduktion gezwungen werden sollten. Speziell die  EU ist Fürsprecher für eine strengere Klimaschutzzielsetzung. In den Argumentationen der Entwicklungsländer und Industrieländer in Bali entpuppt sich eine entsprechende divergierende Haltung:  Die Entwicklungsländer halten den Industrienationen vor, für den Großteil der Emissionen seit der industriellen Revolution verantwortlich zu sein. Daher läge es entsprechend der Meinung der Nationen China und Indien an den Industrienationen, die Emissionen zu begrenzen. China argumentiert, die Emissionen bei Produktion von Exportgütern dem entsprechenden Endverbraucherstaat zuzuschreiben. In den europäischen Industrienationen gibt die EU eine 20%ige Reduktion bis 2020 vor. Die USA weigert sich jedoch, verbindliche Klimaziele zu akzeptieren.

 

In der Diskussion über die Zukunft der Kernkraft prescht London bzw. Großbritannien mit einem großen Comeback Wunsch vor. Bei der Sicherung der Energieversorgung des Landes soll voll auf den Ausbau der Kernenergie gesetzt werden. (Bericht in „Die Presse“ 11.Jänner 2008). Mit einer Investition in bis zu 10 neue Kraftwerke soll bis 2023 die Energieversorgung mit 20% Beitrag gesichert werden. In der Energieversorgung wird mit einer Lücke im Bereich der Öl und Gasversorgung der naheliegenden Nordseereserven gerechnet. Eine Sorge über die Abhängigkeit von Staaten wie Russland oder Iran und die Ziele zur  Verringerung von Treibhausgasen, bescheren nun der Kernenergie  diese Diskussion. In der Diskussion wird ebenfalls angeführt, dass der Abbau der Altanlagen (derzeit 16 britische Kernkraftwerke) 70 Mrd. Pfund (100 Mrd. €) kosten wird und die Frage der Endlagerung unter Experten weiter ungelöst bleibt. Großbritannien als Pionier der Nukleartechnologie sitzt heute auf über 350.000 m³ hochgiftigen radioaktiven Abfalls. Der Bau eines riesigen Endlagers in Großbritannien soll auf einem Gelände, eines stillgelegten  Atomkraftwerkes,  mindestens 1 Mrd. Pfund (€ 1,4 Mrd.) kosten.

Greenpeace rechnet im Zusammenhang mit dem Ausbau der Atomkraft in Großbritannien mit einer sehr geringen CO2 Verringerung bis 2025, um höchstens 4%. Im Hinblick auf die Vorlaufzeit von der Planung zur Realisierung von 15 Jahren bleibt den Briten  für politische Entscheidungen so gut wie keine Zeit. Eine Diskussion der Atomkraft beschränkt sich nicht nur auf die britischen Inseln sondern ist auch auf europäischem Festland, in Franzreich im Hinblick auf die Ziele der EU ein Thema, um Ausnahmen oder ein Abweichen von den Reduktionszielen bzw. des Ausbaues der erneuerbaren Energie zu erreichen.

 

 

Zukunft ÖKO Strom?

 

Für Versorgungsunternehmen sind für elektrische Energie die  Trennung von Erzeugung und Verteilung durch die gesetzliche Vorgabe des Unbundling zur Schaffung von mehr Wettbewerb vorgegeben. Die Frage ist jedoch, ob die Wettbewerbssituation dadurch wirklich verbessert wurde und welche Anteil an den Strommengen auf den Börsen zustande kommen?

 

Die Industriestrompreise liegen lt.  aktuellem Strompreisbericht des staatlichen Regulators  E-Control für die 2. Jahreshälfte 2007 je nach Auslastung für Energielieferung bei rd. 5,23 – 5,80 €ct/kWh, die Zuschläge für §19 Ökostromgesetz betragen dabei 0,54 – 0,60 €ct/kWh.  Die Strompreisentwicklung vom 1. HJ 2004 bis 2. HJ 2007 bewegte sich von 3 €ct/kWh auf rd. 5,2 – 5,8 €ct/kWh für Energielieferung (verhandelbarer Teil) und ist de facto nicht der ÖKO Strom Förderung zuzurechnen.

Die Strompreise für Endverbraucher bei Haushaltsmengen liegen im Bereich von 15,5 – 19 €ct/kWh inkl. Steuern und Abgaben sowie Netzentgelte.  In der Strompreiszusammensetzung sind die Anteile für Energielieferung rd. 34,4 % und davon rd. 2,5-3,5 % Verrechungspreis für Ökostrom dargestellt (entsprechend www.E-Control.at für Sept. 2007). Betrachte ich aus meiner Stromrechung für 2007 die Beiträge für ÖKO Strom, Zählpunktpauschale und KWK Zuschlag, so stelle ich insgesamt einen Beitrag von 2,2 % des Gesamtrechungsbetrages von 16,67 €ct/kWh inkl. MWSt. fest und sehe darin einen erschwinglichen Beitrag für den Energie Umstieg.

 

Im internationalen Vergleich liegt Österreich bei rd. €15 ct/kWh im europ. Mittelfeld bei Haushaltskunden, wobei Preisspitzen bis 23 €ct/kWh inkl.  aller Steuern und Abgaben in Europa festzustellen sind.

 

Bei Gewerbekunden liegt der europ. Spitzenpreis bei 17 €ct/kWh zu einem Vergleichspreis von 13 €ct/kWh für Österreich.

 

Nur die Frage bleibt:  Wer soll Zahlen? Wirtschaft oder Haushalte?

 

Im Pressebericht vom 18. Jänner 2008 soll laut aktuellem Entwurf des Ökostromgesetzes  die Förderung von erneuerbaren Energieanlagen von Ökostromproduktion von 17 auf 21 Mill. € aufgestockt werden. Im Vorjahr wurden jedoch nicht einmal die Förderungen von 17 Mill. € ausgenutzt, wird kritisiert. 12 Mill. € blieben unangetastet. Hintergrund dieser Entwicklung ist letztendlich die Unwirtschaftlichkeit der Ökostromanlagen im Zusammenhang mit der angebotenen Laufzeit von 10 Jahren und derzeit gültigen Ökostrom Fördertarifen.  Dies werde auch in dem vorliegenden Entwurf der Novelle nicht besser,  wird derzeit von den Ökostromverbänden kritisiert.  (Die Presse vom 23.Jänner 2008)

 

Auch die Industrie fordert eine entsprechende Förderung der Anlagen für die Stromproduktion aus Ablauge im Bereich der Papier- und Zellstoffindustrie. Das wird jedoch von Regulator E-Control entsprechend kritisiert und auch abgelehnt, weil sich solche Anlagen bereits jetzt rechnen. Liegt also nahe, dass die ablehnende Haltung der Industrie zum ÖKO Stromgesetz aus eigenen Interessen in Richtung Erwirkung einer Förderung begründet ist?

 

Die Möglichkeit der Erzeugung von elektrischer Energie war unter Nutzung von bestimmten technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen und Konstellationen in den letzten Jahrzehnten seit Beginn der 1980 Jahre Stand der Technik.  Insbesondere im industriellen Bereich wurde zur Eigenversorgung aus Restholz und biogenen Reststoffen bei Sägewerken, Papier- und in der Plattenindustrie Strom erzeugt. In Österreich sind bei wichtigen Standorten der Zellstoff- und Papierindustrie Biomasse Kraft Wärme Kopplungsanlagen bis zu 30 Megawatt elektrisch bzw. 100 MW thermisch installiert. 1998 betrug der Primärenergiebedarf der österreichischen Papier- und Plattenindustrie 63,565 PJ wovon   33,8 %  durch Ablaugen Verbrennung und 4,9% bzw.  durch 200.000 Tonnen Trockenmasse Rinde und nochmals diese Menge mit Faser-, Klärschlämmen und Altholz abgedeckt wurde. [2] Grundsätzlich war diese Form der ÖKO Strom Energiebereitstellung in Gesamtkontext der wirtschaftlichen Strukturen nichts Außergewöhnliches.  Die Technik war verfügbar, insbesondere industrielle Maßstäbe im Biomassekesselbereich, sowie Laugenkessel und Wirbelschichtfeuerungen in Kombination mit Dampfturbinen in Größenordnungen bis 100 Megawatt thermisch. Der Rohstoff war im Überfluss vorhanden, es bestand ein Anbietermarkt im Bereich des Verwertungsdruckes von großen Mengen Rinde und Sägenebenprodukte.  Mit  Ausnutzung der economic of scale sind die Stromgestehungskosten im Vergleich zum Bezug von Energie aus „öffentlichen“ Netzen unter Berücksichtigung zusätzlicher Kosten für Investitionen in Erzeugungs- und Verteilanlagen der Energiewirtschaft rentabel. [3]

 

Die Schaffung der günstigen Abnahmepreise im Zusammenhang mit dem Ökostrom Gesetz 2002 hat nicht nur einen regelrechten Ökostrom Boom ausgelöst, sondern zeigt mit den einzelnen Diskussions- und Konfliktfeldern die wesentlichen Dimensionen des Umbaues der Energieversorgung in Richtung Nachhaltigkeit auf.

 

Neben zusätzlichen Kosten bzw.  Förderungen sind eine Reihe von weiteren Belastungen mit der Ökostrom Regelung verbunden, wofür letztendlich die „ÖKO Branche“ die Schelte bekommt.

 

Für unwirtschaftlich gewordene Großkraftwerke im Zuge der Markt Liberalisierung wurde eine „Auffanglösungen“ konstruiert, die die „ getätigten Fehlinvestitionen“ der Energiekonzerne finanzieren, mit dem Argument, dass mit einer Marktliberalisierung die Erzeugungskosten im Markt sinken und somit die Verluste (Strandet Costs) durch einen Förderbeitrag abgedeckt werden müssen. [4]

 

Ein weiterer Beitrag der Stromkonsumenten in Form von Umstellungskosten sind die Anpassung und Umrüstung von Großkraftwerken in Kraft Wärme Kopplungsanlagen. Die Sanierung von ineffizienten Kraftwerksanlagen zur besseren Ausnutzung von Abwärmepotentialen aus der Stromerzeugung  ist im Sinne einer Effizienzsteigerung und Erhöhung des Gesamtwirkungsgrades sinnvoll. Die Frage stellt sich hier, inwieweit eine umweltpolitisch sinnvolle Nutzung der Abwärme generell über eine Förderung auf der Stromseite bzw. Belastung der Strom Konsumenten getragen wird oder umgekehrt eine Strom Tarifförderung über KWK Zuschläge bzw.  aktuelle Zählpunktpauschen für einmalige Wärme Investitionszuschüsse in Höhe von bis zu 10% nicht durch andere Quellen kompensiert werden könnte.  Ist hier nicht offensichtlich eine Verzerrung der Wettbewerbssituation durch Vermischung der Aufbringung über die Stromseite zur Förderung der Wärmeseite mit einer argumentativen  Belastung bzw. Benachteiligung der Ökostrom Anlagen verbunden?

 

Grundsätzlich muss hier angeführt werden, dass nicht nur, aber auch bei Ökostromanlagen auf Basis von Konversionsanlagen, mit Umwandlung von Primärenergieträger in Strom und Wärme, die Effizienz durch Nutzung der Abwärmepotentiale eine wirtschaftliche und ökologische Notwendigkeit im Sinne einer größtmöglichen Rohstoffeffizienz darstellt.

 

Österreichs Industrie- und Wirtschaftbetriebe fürchten um ihre Positionen auf dem Weltmarkt, wenn sie umweltfreundlicher produzieren müssen und das Energie- und Klimapaket, das weniger CO2 Ausstoß in Europa bringen soll, umgesetzt wird. Es wird in nächsten Monaten darum gehen, wer mit welchen Zielen in welchem Land tatsächlich zum Europäischen Klimaziel beitragen wird.

 

Ich erinnere mich noch an die ersten Diskussionen vor 20 - 25 Jahren um entsprechende CO2 Steuern, wo als Hauptgegenargument ein entsprechender internationaler, zumindest ein europäischer Gleichklang gefordert wurde. Nun liegt dieser europäische Gleichklang de facto  auf dem Tisch und die Chance für die Umsetzung  besteht und genau die gleichen Argumente werden im Hinblick auf einen internationalen Gleichklang gefordert bzw. angewendet.

 

Reiche EU Länder sollen insgesamt mehr zum Klimaschutz beitragen,  als neue Mitgliedstaaten. Umweltminister Pröll meinte zum  Anteil, den Österreich am Klimaziel tragen wird müssen, jeder werde mehr dafür Zahlen müssen – Industrie und Wirtschaft, der Staat und die Bürger.

Würden die notwendigen Ausgaben in Industrie und Wirtschaft allerdings vom Staat und den Bürgern nicht getätigt, droht den Volkswirtschaften immenser Schaden durch die fortschreitende Klimaerwärmung.  Allein in Österreich müssten zwischen 2007 und 2050 mit Folgeschäden in Höhe von 47 – 70 Mrd. € gerechnet werden. So heißt es in einer Studie der Universität Linz.

 

Werden die verschiedenen Zielsetzungen der entsprechenden Reduktionsmaßnahmen näher beleuchtet, so ist das Kyoto Ziel, ausgehend von Emissionen 1990 von 79 Mio. Tonnen CO2 Äquivalent für Österreich bei einer Reduktion um 13% auf 68,8 Mio. Tonnen CO2   Äquivalent bis 2012 völkerverbindlich vereinbart. Derzeit liegen wir bei +15% und 91,1 Mio. Tonnen CO2 Äquivalent. Die Nach-Kyoto Zielvereinbarung sieht eine Entlastung um 9 Mio.  Tonnen durch grüne Investitionen vor.  (Die Presse vom 16. Jänner 2008)

 

Das Rekordhoch war 2005 mit 93,2 Mio. Tonnen zu verzeichnen.  Wobei jedoch als Hauptgrund für eine Verringerung der warme Winter bzw.  Rückgänge beim Heizen verantwortlich anzuführen ist. Die größten Umweltsünder blieben 2006 die Industrie mit 25,3 bzw. der Verkehr mit 23,3 Mio. Tonnen CO2.

 

Auch die EU Zielsetzungen im Bezug auf die Klimaschutzpläne werden von den Kfz-Herstellern heftig kritisiert. Die Interventionen der Autohersteller haben grundsätzlich, was die CO2 Reduktionsziele betrifft, bezüglich Abschwächung des EU Vorschlages gefruchtet. Das ursprüngliche Ziel,  bis 2012 den CO2 Ausstoß der Fahrzeuge auf 120g pro km zu reduzieren, wurde auf 125g  je km verändert.  Derzeit liegt der durchschnittliche Ausstoß bei 160g je km. Die Beschäftigungsziele und Klimaziele müssen unter einen Hut gebracht werden,  wird von EU Abgeordneten entgegengebracht.

 

Allein zwischen 1999 bis 2004 stieg der CO2 Ausstoß des Verkehrs in der Union um 26%.

„Deshalb müsse nicht nur an den Motoren sondern auch am Verkehrsfluss gearbeitet werden“, sagt EU-Abgeordneter Paul Rübig.  (Die Presse 16. Jänner 2008)

 

„The show must go on“

 

Wird im Bereich der europäischen Autoindustrie getitelt. Das an den Motoren gearbeitet werden muss, liegt nahe. Im Hinblick auf die derzeitige Nutzung der Treibstoffe in Verbrennungskraftmotoren, die einen Wirkungsgrad von 15 bis 30% bei herkömmlichen PKW bringen, steht eine entsprechender höherer Wirkungsgrad bei Elektroautos mit Nutzung von Strom aus Fotovoltaikanlagen mit einem Wirkungsgrad von bis zu 80 % gegenüber.  Zu Fuß gehen bzw. Radfahren oder andere, öffentliche  Verkehrsmittel nutzen, sind wohl unbeliebte Alternativen. Die kürzlich abgehaltenen internationalen Automessen zeigen den Trend klar auf. Die grundsätzliche Ausrichtung der Markenpolitik geht nicht in Richtung öko und umweltfreundlich, sondern in Richtung mehr Image und Extras.  

 

So wie 1971 in der Schmähstille der Ölkrise die Frankfurter IAA (Automesse) ausgefallen ist (Profil vom 10. Dezember 1984), ist in Zeiten von 100 Dollar je Barrel Ölkosten keine Spur von Rückbesinnung. Ökothemen und sparsamere Autos sind in traditionellen mit Protz und PS gespickten Autosalons nicht der allgemeine Trend. Durstige Sportwagen und 600 PS Autos  sind nach wie vor „au Vogue“. Das zeigt letztendlich, mit welchen Marketing Ideen man in die Köpfe der Konsumenten möchte.

Von europäischen Herstellern prolongierte Hybridantriebe und alternative Konzepte lassen auf sich warten bzw. sind in der Premium Klasse mit Kosten jenseits von € 70.000,- doch,  aber spärlich vorhanden.  So hat die Präsentation des indischen € 1700,- Autos mit smarten 33 PS und 97g pro km CO2  Ausstoß ein fulminantes Raunen erzeugt.

 

Wenn die Haltung der Industrie sich gegen entsprechende Maßnahmen zum gemeinsamen Klimaschutz und allen entsprechenden Erfordernissen stellt, so wird der Politik letztendlich nichts mehr übrig bleiben, als entsprechende Zwangsmaßnahmen zu verordnen. Kaum auszudenken, wenn Länder wie Indien, China und andere Osteuropäische Länder weiterhin entsprechenden Mobilitätsbedarf, entsprechend uns als Vorbild, anmelden und auch im gleichem Ausmaß wie industrialisierte westliche Länder mit entsprechender PKW Ausstattung umsetzen.

 

Mit Machogehabe im Bereich Klimaschutz wird keine Lösung erreicht werden können. Wo sind die Maßnahmen zur Umsetzung der prolongierten Pläne? So ist, in eben bereits  zitierter Ausgabe des Profil vom 10. Dez. 1984, zur Zukunft des Autos nachzulesen, dass die Industrienationen die entsprechenden damaligen Errungenschaften präsentierten:  145 PS aus 2 Liter Hubraum in 9,6 sec. auf 100 km/h. „Genießer flüstern es verstohlen im Schutz der vorgehaltenen Hand - die echten 205 Spitze dort, wo es erlaubt ist.“ Heutzutage ist das de facto durchschnittlich und in jedem Mittelklassewagen fast Standard. Die Vision, damals für das Auto 2000: 2,98 Liter auf 100 km.  Die Vision als sensationsgierige Aufmachung, heutzutage im Hinblick auf die Klimadiskussion kein Thema, mit diesen Visionen lässt sich kein Kunde gewinnen. Energiesparen ist nicht modern. Wo bleibt der Einfassreichtum der Werber und Marketingexperten – oder brauchen wir Zwangsmaßnahmen?

 

Heute werden die spektakulären Errungenschaften mit V8-Zylinder Benzinmotor, 420 PS und von 0 auf 100 in 4,6 sec. sensationsgierig präsentiert. Der damalige Vorstand der TU - Wien im Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Kraftfahrwesen rechnete in den nächsten (damals) 20 Jahren mit einer Verringerung des Luftwiederstandes, einer entsprechenden größeren Sicherheit und mit einer entsprechenden Reduktion des Kraftstoffverbrauches um ca. 20%.  Damals wurde alternative Antriebsaggregaten keine Chance eingeräumt.  Aus diesem Grunde werden auch in den Entwicklungsabteilungen diese Antriebskonzepte zumindest entsprechend den Präsentationen der Neuerungen aktueller Automessen nicht forciert.

 

Bernd Lötsch sprach damals bereits von der Entwicklung von Hybridfahrzeugen, wobei ein konstant drehender Verbrennungsmotor über einen Generator eine Batterie als Zwischenspeicher versorgt. Speziell im Bereich Kurz- und Mittelstrecken Fahrzeuge für den  Stadt- und Nahverkehr sind derartige Konzepte interessant. Sieht man sich generell im Markt um, so ist nach 23 Jahren dieser Autovision keine wesentliche Erneuerung der Marktsituation festzustellen. Hybridfahrzeuge werden im Bereich des Premium Segments für begüterte angeboten und alternative Antriebskonzepte, weg vom Verbrennungskraftmotor stehen in großen Typenpaletten nicht zur Verfügung.

 

Aktuelle Konzepte für den Verbrennungsmotor sehen aus derzeitiger Sicht einen Umstieg der Treibstoffe von fossil auf erneuerbar (Biodiesel oder Ethanol) vor. Die Beimischregelung der EU mit 5,75% Treibstoff aus erneuerbaren Quellen bis 2010 soll bis 2020 auf 10% ausgedehnt werden. Die Meinungen gehen innerhalb der EU auseinander, ob genug Flächen für den Anbau zur Verfügung stehen. Zumindest rechnet Ex- Kommissar Fischler mit keiner wesentlichen Steigerung im Bereich der Getreide Nachfrage für die Nahrungsmittelproduktion.  Innerhalb der EU 12 gäbe es Millionen brachliegende Hektar Ackerland und diese könnten grundsätzlich zur Treibstoffproduktion herangezogen werden.

 

Biotreibstoff solle nur dann produziert werden, wenn das wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig sei, stellt Fischler zusammenfassend fest. Die Lösung liege in der Entwicklung neuer Technologien.

 

Speziell im Hinblick auf den schlechten Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren sei ein Umstieg von Fossil auf  Bio Treibstoffe bei gleicher Technik aus meiner Sicht abzulehnen, wenn nicht parallel alternative Antriebskonzepte rasant entwickelt werden.

 

Energie und Endverbrauch – Krisen verändern!

 

Wie kann  der Lebensstil das entsprechende Energieverbrauchszenario im  Endverbrauch der Konsumenten verändern. Im Hinblick auf den stetig steigenden Energieverbrauch müssen auch im Haushaltsbereich und im Endverbrauch Maßnahmen gesetzt werden, um die Energieversorgung in Zukunft zu gewährleisten. Dazu zählen neue Technologien und effizientere Produkte und Dienstleistungskonzepte.  Auch im Bereich des Endverbrauches muss eine entsprechende Systematik diskutiert werden.

Im Rahmen der E2050 Tagung am 26.11.2007 in Wien wurden in der österreichischen Akademie der Wissenschaften entsprechende Ansätze diskutiert.  Im Zusammenhang mit der Energieeffizienz und dem Lebensstil, sowie technologischen Möglichkeiten, sieht der Vorsitzende der internationalen Energieagentur, Hans Nilson die Möglichkeit, dass im Bereich Haushalt und Endenergieverbrauch eine entsprechende Energieeffizienz bereits ausgehend von der Energiekrise 1973 - hypothetisch von rund 50% erreicht wurde. Wäre damals die Energiekrise nicht in diesem Ausmaß in das Bewusstsein der Konsumenten getreten, so wäre ein größerer Verbrauchsanstieg bis heute festzustellen.  Könnte also der Schluss gezogen werden, dass Krisen die wesentlichen Veränderungen bringen?  Auch aus anderen Entwicklungen lässt sich klar aus langfristigen Trends herauslesen, dass aus Krisen entsprechend gelernt werden kann.  Misstrauisch betrachtet, hat die Menschheit letztendlich nur aus Krisen drastisch dazugelernt und entsprechende Korrekturen im Bereich  Verbrauch und Verbraucherverhalten gezeigt.

 

Es ist zu hoffen, dass uns im Bereich der drohenden Klimaveränderungen irreversible Schäden und ein entsprechendes Schadensszenario erspart bleiben, um im Bereich des Energieverbrauches wirksame Maßnahmen zu ergreifen bzw. zu bewirken.

 

Was hält uns wirklich von der Energieeinsparung ab? Es ist profitabel, effektiv und allgemein gewünscht!  Wir haben entsprechenden Bedarf in der Handhabung des Energieverbrauchs.

Wesentlich ist, dass Energieeffizienz leider keine kaufbare Größe ist, sondern im Zusammenhang mit Lebensgewohnheiten sowie Produkteigenschaften in Verbindung steht.

 

Energieeffizienz ist zu managen und in das tägliche Leben und in das Lebensumfeld einzubauen. Die größte Herausforderung ist es, die Barrieren und Hinderungsgründe zu beseitigen. Grundsätzlich ist jedoch auch festzustellen, dass Energiesparen im Wesentlichen nicht beworben wird. Energiekonzerne „verdienen“ am Energieverkaufen und nicht an der Energieeinsparung. Letztendlich wird in allen Geschäftsprognosen,  auch in Energiekonzernen, mit steigendem Absatz oder Verbrauch gerechnet.  Also, warum soll der Konsument letztendlich, entgegen dem allgemeinen Trend und der „versteckten“ Bewerbung eines höheren Energieverbrauchs für immer komfortablere Lösungen,  für eine höhere Effizienz und einen komfortableren Lebensstiles etc.  seinen eigenen Schweinehund überwinden? Wer unterstützt und hilft ihm dabei?

Und im Vergleich, zurück zur Automobilindustrie und dem Mobilitätsverhalten. Solange es nicht ausdrücklich verboten ist, Autos mit hohem Verbrauch oder ungünstigen CO2 Ausstoß zu produzieren, wird es weiter diese weiter geben. Warum soll sich also nur der Konsument entsprechend  daran halten? Das Argument der Wirtschaft und Industrie lautet daher, wir produzieren die Produkte und bieten die Dienstleistungen an, die der Konsument kauft. Aus Sicht eines Konsumenten sieht es natürlich anders aus, es wird beworben, was produziert wird und letztendlich wird (bisher) wenig bis nicht gefragt, ob es den entsprechenden grundsätzlichen Zielsetzungen (Klimaschutz, Energieeffizienz, verfügbare Ressourcen) dienlich ist. Noch immer werden elektrische Direkt-Heizgeräte beworben bzw. ist deren Verkauf  und Einsatz möglich! Wäre es nicht grundsätzlich an der Zeit, alle Produkte und Dienstleistungen einem objektiven ÖKO Vergleichssystem verbindlich zu unterwerfen und die Vergleichbarkeit dem Kunden bzw. Konsumenten somit leichter zu machen. Die Möglichkeiten wären beispielsweise mit einem System, wie dem ökologischen Fußabdruck gegeben.

 

Hinterfragen „bewährter“ Konzepte

 

Im Bereich der entsprechenden Bereitstellungskette von Energie wird in der Prolongierung neuer Konzepte nach „alten Mustern“ vorgegangen.  Wieder am Beispiel Mobilität, die Nutzung des Verbrennungsmotors in PKW wurde von den ursprünglichen Erfindungen Ottos und Diesels beibehalten, aus Zeiten, wo Klimaschutz und Energieeffizienz Fremdworte waren. In der Vergangenheit hat niemand letztendlich erfolgreich hinterfragt, ob effizient ist, Zweidrittel des Treibstoffes in die Umgebung in Form von heißer Luft zu blasen, oder auch, ob langfristig die entsprechenden Ressourcen für die Treibstoffproduktion zur Verfügung stehen. Nun stehen wir genau vor diesen Fragen, und genau die langjährigen Gewohnheiten und business as usual sind die „Verhinderer“ des letztendlich  erforderlichen Umstiegsprozesses.

 

Werden wir entsprechend durch Krisen und weitere Schadenszenarien gezwungen werden müssen, um hier ein Umdenken zu bewirken?

 

Industrie und Wirtschaft erwarten, dass das Konsumentenverhalten sich ändert, die Konsumenten erwartet, dass die Politik entsprechende Maßnahmen setzt, und die Politik sieht sich wiederum außer Stande, entsprechende Maßnahmen in Richtung Konsumenten bzw. Wirtschaft und Industrie zu setzen - Stichwort Wiederwahl! Entsprechender Lobbyismus, sektorales Denken bzw. Abhängigkeiten bestehen. Setzt sich nur das Recht des Stärkeren durch, oder kann auch Vernunft künftig Grundlage sein?  Wo kann angesetzt werden?

 

Es sind grundsätzliche Pläne und Vorgangsweisen mittel- und langfristig zu diskutieren.  Eine intensive Kommunikation und Festlegung von sinnvollen technologischen Veränderungen unter Einbeziehung der relevanten Faktoren zur Erreichung von Energieeffizienz ist weltweit erforderlich. Für die Abstimmung technischer Standards, beispielsweise im Unterhaltungselektronikbereich macht es möglich, dass ich ein Gerät aus Europa mit einem Computer aus Übersee koppeln kann. Die entsprechenden Netzwerke und Strukturen zur Klärung der Kompatibilität im Unternehmensbereich erreichen das.  Warum gelingt das auf Ebene der Energieversorgung und des Klimaschutzes nicht?

Wir brauchen eine Aufweichung der entsprechenden Wertschöpfungsketten und Abkehr von eingefahrenen Wegen, die als Netzwerke eher Drähten gleichen und die letztendlich vieles erschweren oder verhindern.

 

Ökonomisch und Ökologisch gesehen, werden zentrale traditionelle Aufbringungsformen mit Großkraftwerken und transkontinentalen Verteilnetzen unzureichend mit kleinräumigen Technologien und dezentralen Nutzungs- und Versorgungskonzepten verglichen. Nach mir vorliegenden, detaillierten Informationen sind beispielsweise die Aufwendungen für Transportenergie für transkontinentale Gasnetze nach Österreich in bestimmten Transitländern nicht im Bereich der Energiestatistik erfasst. Die Vergleichsgrößen der ökologischen und ökonomischen Systemgrenzen werden nicht über die Unternehmensgrenzen hinaus gezogen. Beispielsweise wird bei Biomasseproduktion die gesamte Kette vom Feld bis zum Verbraucher betrachtet, wo hingegen traditionelle Systeme unbekannte Größen, wie Sanierungskosten nach Tankerunfällen, Kosten für Endlager für atomaren Müll,  Rück - Versicherungskosten für Unwetter etc. auf die Allgemeinheit, sprich Volkswirtschaften nach wie vor übergewälzt werden. Eine Internalisierung externer Kosten vermisse ich seit der Diskussion über den CO2 – Handel bzw. ist de facto aus den Diskussionen verschwunden.  Die Frage bleibt, ob die Kosten für Verschmutzungsrechte nach derzeitigem System diese Kosten abbilden?

 

Beispiel für „Biomasse für die Fische“ oder  Rohstoffeffizienz steigern!

 

Mit der Medien - Berichterstattung über diverse Alternativenergieprojekte in Niederösterreich wurde auch der Biomasseeinsatz von 190.000 Tonnen Biomasse in einem NÖ Großkraftwerk angekündigt. [5] Dabei soll Biomasse in Form von Stroh, Holz, Energiepflanzen und Energiekorn in einer Pyrolysegasanlage zu Gas verarbeitet und im benachbarten „Wärmekraftwerk“ eingesetzt werden. Legt man eine Vergasungsquote von rd. max. 70% und einen elektrischen Wirkungsgrad von rd. max. 42 % des Kraftwerkes   zu Grunde, so wird die eingesetzte Biomasse nicht einmal zu 30% ausgenutzt. Für mich ist daher die Frage der Rohstoffeffizienz nicht geklärt und im Hinblick auf knapper werdende Ressourcen und Flächenverfügbarkeit für Biomasseproduktion zu hinterfragen.  Auch deshalb, weil die angekündigte Abwärme­nutzung (derzeit überwiegend in die Donau gekühlt) auch derzeit  bereits vom Gesamtpotential her gesehen möglich wäre - immerhin stehen bereits jetzt jährlich lt.  Energieberichten rd. 4.000 GWh Wärme zur Verfügung - und eine erforderliche Investition in  Wärmeauskoppelung auch ohne Biomasseeinsatz sinnvoll wäre.  Dies vor allem auch im Sinne der Prioritäten von Landes-Energieleitlinien: 1. Abwärme nutzen, 2. Energieeinsparen und 3. auf Alternativeenergie umstellen. Der angesprochene Biomasseeinsatz wäre „für die Fische“ wenn solche Projekte Schule machen und die verfügbaren Ressourcen nur zu einem geringen Teil nutzen.

 

Wer stellt die entsprechenden Pläne und Vorgangsweisen zur Einführung der erforderlichen Konzepte zur Verfügung und hat die Möglichkeit der Durchsetzung und Umsetzung?

 

Die kombinierte Aufbringung der Energie beim Verbraucher stellt eine künftige Herausforderung dar. Mikro Wärme Kraft Kopplungen können entsprechenden Bedarf für elektrische Energie bei gleichzeitiger Wärmeerzeugung, zumindest für die Eigenversorgung der Anlagen bereitstellen. Für steigenden Verbrauch könnte eine breitflächige Forcierung derartiger Technologien somit einer Kapazitätsausweitungserfordernis der Verteilnetze entgegenwirken.

 

Neue Konzepte und Paradigmen in der Nutzung virtueller Netze, unter Anwendung neuer Kommunikationstechnologien (Mobilfunknetze) sowie Möglichkeiten der Abstimmung von Energiespeicherung (dezentrale Wärme Pufferspeicher) und Erzeugung durch Steuerung der Einschaltzeiten sind möglich.

 

Bei Stromerzeugung über Fotovoltaik Solarpaneele in Haushalten, und Gewerbebetrieben kann Strom für Niedrigvoltanlagen erzeugt werden.  Die Nutzung der elektrischen Energie in öffentlichen Netzen kann derzeit nur bei Umwandlung über Wechselrichter von Gleichstrom auf Wechselstrom erfolgen. Der gängige Standard für elektrische Energie ist im Bereich von  Anlagen mit 230 bzw.  380 Volt Wechselstrom gegeben.  Für alle Anwendungsbereiche, wie Licht und Kraft wird derzeit daher dieser Standard genutzt. Künftige Konzepte, die bei autarken Bereichen, wie Schutzhütten im Gebirge bereits umgesetzt sind, könnte auch eine entsprechende Versorgung in parallelen Installationskreisen möglich sein, wo auf Basis von Niedrigvoltanlagen für Lichtinstallation Eigenstrom erzeugt und genutzt wird. Damit sind Wirkungsgradsteigerungen durch bessere Lichtausbeute im Bereich der Beleuchtung um 200 bis 300 % im Vergleich zu einer herkömmlichen Glühbirne möglich.

 

Die punktuelle Darstellung und das skizzenhafte Aufzeigen von Möglichkeiten zeigt zusammenfassend folgende Charakteristik künftiger nachhaltiger Energieversorgungssysteme:

 

Ein Umstieg auf nachhaltige Systeme ist gekennzeichnet von direkter oder indirekter Sonnenenergienutzung – also auf ein biosolares multifunktionales Energiesystem.

 

Die Prinzipien der Nachhaltigkeit müssen durch Akzeptanz von Natürlichkeit,  Nähe und Vielfalt unter Einbeziehung regionaler Identität auf Basis von Gemeinschaft, eigenständiger Verantwortung und Denkweise geprägt sein.

 

Sicherheit im Hinblick auf die Verletzlichkeit der Wirtschaft ist kein Thema zentraler Strukturen sondern Absicherung regionaler Wirtschaftskreisläufe, Überschaubarkeit und Selbstverantwortung.

Mitdenken, Mitreden und Mitverstehen müssen zentrale Anliegen für einen Energie Umstieg sein, um das Bewusstsein für die Klima Verantwortung eines mündigen Bürgers zu erhöhen.

 

Schlüssel zur Umsetzung sind Entwicklungen, die unten beginnen und dem Einzelnen das Gefühl der Verantwortung und des Erfolges geben.

Ing. Josef Streißelberger ist selbstständiger Unternehmensberater für Beratung & Management für nachhaltige Systeme mit Schwerpunkt Bioenergie und Nachwachsende Rohstoffe und seit 22 Jahren im Bereich der Realisierung von Bioenergiesystemen auf Basis nachwachwachsender Rohstoffe tätig. In dieser Zeit leitete er ein Beratungsunternehmen und war als Geschäftsführer und Vorstand erfolgreich in zwei Bio-Energie Versorgungsunternehmen tätig. www.streisselberger.at

 

Quellen:

 

[1] http://www.hydrogeit.de/wasserstoff.htm

 

[2] Umweltbundesamt, Mitverbrennen von Abfällen und Reststoffen in industriellen Feuerungsanlagen,  Wien 2000, BE-119

 

[3] Persönliche Informationen aus Gesprächen mit verantwortlichen Personen der Industrie, insbesondere Papier- und Plattenindustrie

 

[4] Für das Kraftwerk Voitsberg 3 wurden bis 30.6.2006 Beiträge für Stranded Costs im Ausmaß von insgesamt    € 132,61 Mio. vorgesehen. BGBl. II 354/2001; www.e-control.at

 

[5] NÖN 22/2006

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